

Los Angeles Auto Show stellt Teilnehmer der fünften Design Challenge vor
LOS ANGELES – 20. Oktober 2008 – Die Rennautos von heute sind echte High-Tech-Maschinen, beeindrucken mit Geschwindigkeit, Leistung und Sicherheitsausstattung. Die Zukunft wird noch spektakulärer, das zeigt die diesjährige Design Challenge der Los Angeles Auto Show.
Die Messe hat die Auto-Design-Studios der Region Südkalifornien aufgerufen, Visionen für den Motorsport des Jahres 2025 zu entwickeln. Herausgekommen sind kühne Ideen, die weit über die heutige Rennsportwelt hinaus gehen.
Neun Design-Studios wagen einen Blick, der 17 Jahre in die Zukunft geht. Die Design-Entwürfe werden im Rahmen der fünften Design Challenge der Los Angeles Auto Show auf überdimensionalen Postern vorgestellt. Im kreativen Wettstreit treten gegeneinander an die Hersteller Audi, BMW, GM, Honda, Mazda, Mercedes-Benz, Mitsubishi, Toyota und Volkswagen.
Chuck Pelly ist Partner des Beratungsunternehmens The Design Academy, Inc. und Direktor der Konferenz Design Los Angeles, in deren Rahmen die Design Challenge stattfindet. Er sagt zum diesjährigen Wettbewerb: „Motorsport hat die Auto-Designer seit jeher fasziniert. Die Design Challenge gibt in diesem Jahr Gelegenheit, sich dem Rennsport kreativ und mit neuem Blick zu nähern und dabei innovative Technologien und Ansätze auszuprobieren. Die Ergebnisse zeigen, wie stark die allgemeine Faszination und das Interesse am Rennsport sind und auch in Zukunft sein werden.“
Dies sind die Teilnehmer der diesjährigen Design Challenge unter dem Motto „Motor Sport 2025“.
Audi of America Design Center California:
Der Audi R25 tritt beim Rennen der American Le Mans Series 2025 in Los Angeles an. Zur Strecke gehören Hochgeschwindigkeits-Steilkurven und Tunnel, die auf jeder Höhe befahrbar sind. Das erlaubt spektakuläre Überholmanöver. Das Auto verfügt über eine High-Tech-Karosserie (Dynamic Space Frame) und fährt entweder mit Biosprit, der aus Algen gewonnen wird, oder mit einem Elektromotor, dessen Kondensatoren über Energiepunkte an der neuartigen Strecke kontaktlos wieder aufgeladen werden können. „Form ist Funktion“ ist die Philosophie dieses extrem effizient aufgebauten Renners.
BMW Group DesignworksUSA:
Mit Wasserstoff ist der BMW Hydrogen Powered Salt Flat Racer unterwegs zu Geschwindigkeitsrekorden. Die Konstruktion beruht auf dem Prinzip der Wiederverwendung existierender einfacher Materialien. Dazu gehören alte Ölfässer für die Karosserie und Rundgrill-Abdeckungen für die Räder. Freundlich, etwas kauzig und sehr nachhaltig kommt das Fahrzeug daher. „Beifahrer“ sind Goldfische, sie kontrollieren die Emissionen. Wird es ihnen schummerig, ist die Wasserstoff-Abstimmung zu „fett”.
General Motors Advanced Design:
Der GM Chaparral Volt definiert eine neue Rennkategorie, den Eco-Triathlon. Der Volt besorgt sich seine Energie aus drei verschiedenen Quellen: Erde, Wind und Feuer. Alle drei sind sauber, erneuerbar und in Kalifornien im Überfluss vorhanden. Bremskraftrückgewinnung, Umwandlung von Fahrtwind in Energie und Solarkraft treiben den Renner an.
Honda Research and Development, North America:
Der Beitrag von Honda, The Great Race 2025, fährt auf den Spuren des legendären „Großen Rennens um die Welt“ von 1908. Die Neuauflage von 2025 führt in 24 Stunden um den Globus: Über Land durch die USA, auf dem Meer an Asien vorbei und in der Luft über Europa hinweg. Mit Sonar- und Echolot-Systemen ausgestattet, passt sich der Rennwagen den Gegebenheiten an. Honda baut dabei auf seine ausgiebige Erfahrung in den Bereichen Automobil, Marine, Robotik und Luftfahrt.
Mazda R&D of North America:
Der MAZDA KAAN fährt in der Königsklasse des Motorsports, der E1-Kategorie. Die elektrischen Rennfahrzeuge ziehen ihre Energie aus der Fahrbahn, in die stromführende Polymere eingearbeitet sind. Die Teams treten mit 30 Fahrzeugen an. Ihre Rennstrategie ähnelt der von Flachetappen im Radsport. Die Teammitglieder geben sich gegenseitig Windschatten und versuchen, den Konvoi möglichst kompakt zu halten, um Energie zu sparen und um höhere Geschwindigkeiten zu erzielen.
Mitsubishi Research & Design of North America:
Der MMR25 von Mitsubishi ist ein sehr unkonventionelles Konzept, das sowohl auf der Straße als auch Off-Road eingesetzt werden kann. Die Räder verfügen jeweils über acht unabhängig voneinander ansteuerbare Elektromotoren („8 x 4 Drive“). Das Fahrzeug fährt quer in die Kurve hinein. Die Fahrzeugnase zeigt schon zum Kurvenäußeren, bevor der Scheitelpunkt erreicht ist. Der MMR25 verfügt auch über ein umfangreiches und zum Teil pneumatisch gesteuertes Aerodynamikpaket.
Mercedes-Benz Advanced Design of North America:
Der Luxus-Renner Formula Zero Racer von Mercedes-Benz verbindet die Spannung der Formel 1 mit der Dynamik des Bob-Sports und der Eleganz und Effizienz einer Renn-Yacht. Das Design lehnt sich an das Mercedes-Benz-Rennsport-Erbe der dreißiger Jahre an. Der Antrieb ist ausgelegt auf maximalen Schub durch Elektromotoren, eine aerodynamisch optimierte Außenhaut und ein festes High-Tech-Segel.
Jedes Team erhält die gleiche Menge an Energie. Es gewinnt, wer Fahrzeit und Energieverbrauch am Besten kombiniert.
Toyota’s Calty Design Research:
Der Toyota Le Mans Racer ist das optimale Auto für den Langstreckensport. Tankstopps sind überflüssig. Der Rennwagen wird angetrieben durch hocheffiziente Brennstoffzellen-Technologie. In die Karosserie sind photovoltaische Paneele eingearbeitet, über die zusätzliche Energie bezogen werden kann. Im Hochgeschwindigkeits-Modus ziehen sich Fahrzeug und Räder zusammen, im Kurven-Modus wird das Fahrzeug breiter, um optimale Stabilität und viel Grip aufzubauen. Bei Dunkelheit und schlechtem Wetter führt ein Virtual Reality-System den Fahrer durchs Rennen.
Volkswagen of America Design Center:
Der Bio Runner von Volkswagen ist für die Königsklasse des legendären Baja 1000 in Mexiko ausgelegt. Nur eine Tankfüllung und nur ein Fahrer, das sind die Vorgaben, die das Team dazu zwingen, bei diesem Renn-Marathon Technologie, Strategie und Einfallsreichtum bis zum Letzten auszureizen. Der Fahrer sitzt im Bio Runner auf einem motorradähnlichen Sattel und steuert über Kontrolleinheiten an Händen und Füßen. Der Doppel-Turbo-Motor dreht auf ultra-effiziente 500.000 U/Min. Zum Fahrzeug gehört eine Drone, die voraus fliegt und per Video Streckeninformationen zuspielt. Der Bio Runner hat keine Scheiben. Dem Fahrer wird in Echtzeit ein 360 Grad-Panorama zugespielt.
Zur Jury der Design Challenge gehören die folgenden Mitglieder: Tom Matano, San Francisco Academy of Art University; Imre Molner, Detroit College for Creative Studies und Stewart Reed, Pasadena Art Center College of Design. Gast-Juror in diesem Jahr ist Daniel Simon, ein erfahrener Auto-Designer und Gründer von Cosmic Motors. Simon begann seine Design-Karriere bei Volkswagen und hat kürzlich sein erstes Buch heraus gebracht: Cosmic Motors-Spaceships, Cars and Pilots of Another Galaxy.
Der Gewinner der Design Challenge wird am 20. November 2008 im Rahmen der Konferenz Design Los Angeles auf der Los Angeles Auto Show bekannt gegeben.
Weitere Informationen zur Design Challenge mit Bildmaterial zu den einzelnen Wettbewerbsbeiträgen finden Sie unter www.LAautoshow.com.
Über die Design Challenge und Design Los Angeles:
Die Design Challenge ist Teil der Konferenz Design Los Angeles, die zu einem festen Bestandteil der Los Angeles Auto Show geworden ist. Design Los Angeles besteht seit fünf Jahren und ist zum führenden Branchen-Treffpunkt und zur Diskussions-Plattform für Automobil-Design geworden. Mehr als 500 Designer haben die letztjährige Veranstaltung besucht.
Die Region Los Angeles gilt als wegweisend für globale Trends. Nirgendwo sonst gibt es so viele Design-Studios der Auto-Industrie. Hersteller aus Nordamerika, Europa und Asien sind in Kalifornien mit ihren Ideenschmieden vertreten. Los Angeles ist auch Heimat des Art Center College of Design. Die Hochschule ist eine der wichtigsten Einrichtungen für das Design von Verkehrsmitteln. Viele der weltweit führenden Automobil-Designer haben hier ihre Ausbildung begonnen.